Die Völker


Die Elfen

Die erste Rasse, welche von den Göttern erschaffen wurde war die der Elfen. Sie lebten schon immer im Westen der Insel, doch als die anderen hohen Rassen das Licht der Welt erblickten, zogen sich die Elfen rasch zurück. Sie liebten schon immer ihre Eigenständigkeit und schätzten ihre Ruhe.
Es dauerte nicht lange, und die Elfen begannen prächtige Städte zu errichten, mit weißen Türmen, welche hoch in den Himmel wuchsen. Mächtige Schiffe machten sich auf, die Welt zu erkunden und der Hort des Wissens ihrer Zivilisation wuchs beträchtlich. Selbst heute, wo diese glanzvollen Zeiten der Elfen weit hinter ihnen liegen, sind ihre Bibliotheken die umfangreichsten der Welt, auch wenn sie nur noch ein Schatten ihrer einstigen Größe wiederspiegeln. Doch längst nicht alle Elfen waren zufrieden mit dieser Entwicklung. Von Natur aus besitzt dieses Volk eine starke Bindung mit allem Lebenden, was sie umgibt, und viele empfanden diese Bindung nun als gestört, für sie stand das Wesen der Elfen auf dem Spiel.
Zuerst war es nur eine kleine Bewegung, doch mit der Zeit kehrten immer mehr Elfen ihrem bisherigen Leben den Rücken zu und lebten fortan so, wie sie es zum Zeitpunkt ihrer Erschaffung getan hatten, in den Wäldern und Ebenen Ashnadars, in Baumhäusern und Höhlensystemen, im Einklang mit der Natur, und immer bestrebt diese zu schützen.
Über die Jahrtausende entfernten sich diese Elfen immer mehr von ihren Artverwandten, so daß man mittlerweile von zwei eigenständigen Rassen reden kann - den Waldelfen und den Hochelfen. Viele halten die Waldelfen für primitiv, Wilde, welche nicht fähig sind eine moderne Gesellschaft aufzubauen, doch wer schon einmal die Ehre hatte in einer Waldelfenstadt zu Gast zu sein, welche hoch in den Wipfeln der Bäume errichtet werden, und gesehen hat welche Kunstwerke dort aus Berndstein und Holz angefertigt werden, wird schnell eines besseren belehrt. Die Waldelfen stehen ihren Brüdern kaum nach, nur ihre Lebeneinstellungen sind andere. Waldelfen haben kein Interesse daran zur See zu fahren, oder neue Länder zu entdecken. Sie wollen keine prächtigen Städte bauen, sondern zweckmäßige Behausungen, welche die Natur nicht stören. Nichtelfen gegenüber sind sie wesentlich aufgeschlossener als ihre hochmütigen Verwandten, doch Fremde müssen ihre Würdigkeit erst unter Beweis stellen.
Jeder, der ihr Gebiet betritt steht unter ständiger Überwachung durch ihre hervorragenden Waldläufer und Späher, und ob er es wieder verlassen kann, entscheidet nicht zuletzt sein Verhalten der Natur gegenüber. Heute leben Waldelfen im Wald von Arwen, aber auch im Schatten- und im Nebelwald soll es noch kleinere Siedlungen geben.

Die Hochelfen haben sich indes weiterentwickelt. Sie bedauern die Entscheidung ihrer Brüder und Schwestern, akzeptieren sie aber, und nun, da ihr Fortschritt nicht mehr gebremst wurde, traten sie wahre Höhenflüge an. Sie führten unter anderem den Sonnenkalender ein, welcher sich am Lauf der Gestirne orientiert und die Zeit von nun an in Tag, Monat und Jahr greifbar machte. Andere Völker übernahmen diesen Kalender, doch erst viel später, nur der elfische Sonnenkalender wird schon seit nunmehr 14536 Jahren fortgeschrieben. Das erste, mit diesem Datum (Jahr 1) notierte, Ereignis, welches in den Geschichtsbüchern vermerkt ist, war die Entdeckung eines Eilandes weit im Westen Ashnadars, welches unbewohnt war und groß genug erschien, um dort ein Elfenreich zu gründen. Diese Insel, und das Königreich, welche darauf errichtet wurde, wird Cir'alel genannt. Hier entwickelte sich die Zivilisation der Hochelfen zur vollen Blüte, und wer dieses Land besucht weiß zu berichten, daß es ein atemberaubender Anblick sei, riesige Städte mit unzähligen Türmen aus weißem Elfenbein, farbenfrohe Banner, welche überall auf der Insel wehen, Seen, mit solch klarem Wasser, daß man selbst bei den tiefsten unter ihnen bis auf den Grund sehen kann, freundliche Farben wohin man auch blickt und niemals schlechtes Wetter, so berichten es zumindest die Legenden und die (übertriebenen) Berichte von Reisenden, denen es gestattet war Cir'alel zu betreten. Doch der Fortschritt brachte nicht nur Glück, Wissen und Wohlstand mit sich, sondern auch Not und Leid.
Es trug sich zu, daß der König von Cir'alel, Eilsha'Zaihar, der blaue Ozean der königlichen Weisheit, welcher ein sehr gütiger und weiser Herrscher war und viele Bibliotheken stiftete, verstarb, und zwei Söhne hinterließ, welche erbeide gleich liebte und welche auch zur selben Zeit das Licht der Welt erblickt hatten, so daß er keinem von beiden den Thron übergeben konnte ohne den anderen zu kränken. So starb er, und die Thronfolge war ungeklärt. Der eine Sohn Aeneas'en'Fueyan war so, wie man sich einen Hochelfen nur wünschen kann. Sein Haar war goldig und seine Züge schön. Er war hochgewachsen und edel, großmütig in allem was er tat uns äußerst beliebt beim Volke.
Der andere aber, Koram'il'Tyali, der schwarze Wanderer, der Kristall der Schatten, war eherschmächtig, seine Augenhatten keinen Glanz und saßen tief in den Höhlen, sein Haar war schwarz wie die Nacht, und er genoß nur wenig Ansehen im Volk. Doch sein Anspruch auf den Thron war berechtigt, und er wollte diesen auch für sich in Anspruch nehmen. Aeneas'en'Fueyan hätte womöglich auf seinen Anspruch verzichtet, um seinem Bruder einen Gefallen zu tun, doch dachte er auch an die Zukunft seines Volkes, und ihm war klar, daß er der weitaus besser Geeignete für diese Verantwortung wäre. Koram'il'Roali deutete dies als Kampfansage und scharte seine Anhänger um sich, um sich zu nehmen, was er begehrte. Er schloss ein Bündniss mit gefürchteten Schwarzmagiern, welche ihm die Macht verliehen gegen seinen Bruder in den Krieg zu ziehen. So kam es zum Krieg zwischen den Hochelfen und ihren Brüdern, welche sich von ihnen abgewandt hatten.
Dieser Bürgerkrieg währte beihahe hundert Jahre und endete damit, daß Aeneas'en'Fueyan seinen Bruder bezwang und ihn und alle, die zu ihm gehalten hatten von Cir'alel verbannte. Koram'il'Roali und seine Truppen segelten auf Schiffen nordwärts, bis sie nach etlichen Entbehrungen und Widrigkeiten an der Küste eines unbekannten Landes strandeten. Dieses war schrecklich kalt, die Oberfläche war mit dickem Eis bedeckt und starke Stürme tobten über das Land, und so nannten die Elfen dieses Land Naggaroth, und sie nahmen es für sich in Besitz, denn ihre Schiffe waren beschädigt und ihre Vorräte auf-gebraucht, so daß dieser Ort so gut wie jeder andere war. Schnell erkannten sie, daß es unter der Eiskruste große Erzvorkommen und auch reichlich Kohle gab, und daß es dort sehr viel wärmer war als an der Oberfläche. So begannen sie unterirdische Städte zu bauen, und große Minen und Kohlegruben. Während dieser Zeit veränderten sie sich stark, ihre Gedanken wurden von Rachegedanken beherrscht, ihr Geist von Haß zerfressen, Neid auf ihre elfischen Verwandten vergiftete sie. Sie wurden grausam und bösartig, verschrieben sich der schwarzen Magie und bereisten als Piraten und Sklavenfänger die Meere der Welt. Bald schon waren sie überall bekannt und gefürchtet, und man nennt sie seitdem die Dunkelelfen.
Elfen sind sehr gläubig, und der Fakt, daß sie als erste von den Göttern erschaffen wurden genügt ihnen als Beweis dafür, daß sie etwas besonderes sind, daß sie von den Göttern besonders geliebt würden. Die Hochelfen verehren Balahr und Waylun, da sie ihnen bei der Seefahrt beistehen und sie auch für das Erlangen von Wissen stehen, welches wie vom Wind herbeigetragen wird oder auch wie ein Blatt auf dem unendlichen Ozean treibt. Ferner verehren sie Lisahl, da sie alles Leben erschafft und für alles gute und schöne steht, was die Elfen so sehr lieben. Die Waldelfen beten zu Lisahl als Herrin der Wälder und zu Alas, der all die Wunder der Natur auf seiner Schulter trägt.
Die Dunkelelfen verehren schließlich Vorgul, den finsteren Meister der schwarzen Magie, Nandur, den Herr des Feuers, da dieses in der kalten Grausamkeit des Nordens einen besonders hohen Stellenwert einnimmt, und Waylun, welcher sie auf ihren Beutezügen über die Meere beschützt.


Die Zwerge

Die Zwerge waren das zweite Volk, welches die allmächtigen Götter in ihrer Weisheit schufen. Sie und die Elfen sind wie zwei Seiten ein und derselben Medallie, die Unterschiede zwischen zwei Völkern können größer kaum sein, und so brach schon bald Streit zwischen ihnen aus, oder zumindest Unstimmigkeiten. Die Elfen waren viel zu arrogant um dieses kleine, ständig mürrische und primitiv im Boden lebende Volk als gleichberechtigt anzusehen, die Zwerge hingegen waren in ihrem Stolz verletzt und von der überheblichen und feigen Art der Elfen angewidert, ihre Sturheit ließ keinerlei Annäherung zu, stattdessen isolierten sie sich unter den Wurzeln der großen Berge und beschränkten alle Kontakte mit der Oberfläche auf ein Minimum.
Schon bald durchzog ein Geflecht von Gängen und Straßen die Donnerberge, die unterirdischen Städte der Zwerge erreichten eine Herrlichkeit, wie sie so noch nie gesehen wurde. Säulen und Wände aus edelsten Metallen und kunstvoll behauenen Steinen, über und über mit Edelsteinen besetzt, große Diamanten, welche silbrig leuchten und so die großen Hallen der Zwerge erhellen, so erzählen es die Geschichten, doch schon seit langer Zeit dürfen nur wenige Auserwählte jene heiligen Hallen im Innersten der Berge betreten.
Fremde werden meist nur in die äußeren Bereiche vorgelassen, dort wo sich Stein und Himmel treffen, haben die Zwerge vor ewigen Zeiten große Bollwerke errichtet, starke Festungen, welche sie nutzen, wenn sie Handel mit den Völkern der Oberfläche betreiben wollen. Zwerge leben nicht ständig unter der Erde, manche wohnen sogar den größten Teil ihres Lebens überirdisch. In den Ausläufern der Donnerberge wurden noch vor dem großen Krieg einige kleine Siedlungen gegründet, und auch in den größeren Städten Günzburg, Thal und Dadûn gibt es etliche Zwergenfamilien, doch die Mehrzahl von ihnen zieht die Abgeschiedenheit der unterirdischen Städte vor.
Während des großen Krieges wurden die nördlichen Donnerberge von Vorguls Truppen besetzt und die Zwerge verschlossen jeden Eingang in ihr Reich. Sie gingen der übermächtigen Bedrohung aus dem Weg, indem sie nach Süden zogen. Heute leben kaum noch Zwerge in den nördlichen Regionen Ashnadars, und die wenigen die geblieben sind wohnen unter der Westflanke der Berge. Mit den Menschen kommen die Zwerge gut aus, es wuchs ein reger Handel mit ihnen, der beiden Völkern zum Vorteil gereichte.
Die Magie spielt für die Zwerge nur eine untergeordnete Rolle, sie sind von Natur aus sehr unbegabt auf diesem Gebiet. Es gibt nur sehr wenige Zwerge, welche mit der Gabe geboren wurden die Ströme der Magie zu lenken und zu verändern. Diese werden schon kurz nach ihrer Geburt von den Eltern getrennt und in einem geheimen Kloster aufgezogen, welches Alas geweiht ist. Hier erlernen die Aspiranten den Umgang mit der Zauberei und dem Schmiedehandwerk. Nach ihrer langjährigen Ausbildung werden sie Runenschmiede sein, mächtige Zauberer, welche durch das Schreiben (oder Eingravieren) von magischen Schriftzeichen, den Runen, Gegenständen besondere Kräfte verleihen können. Die so erschaffenen magischen Waffen und Rüstungen sind ohne Zweifel die besten der gesamten bekannten Welt.
Die Runenschmiede waren es auch, durch die die gewaltigen Portale zu anderen Welten erst möglich wurden, und welche Vorgul durch machtvolle Bannrunen in seiner Festung gefangen halten. Die Zwerge beten natürlich zu Alas, dem Herrn der Erde, und manche von ihnen auch zu Lisahl, da die Zwerge auch die mächtigen Wälder an der Oberfläche bewundern und das Leben schätzen. Die Schmiede und Runenschmiede erhalten ihren Beistand auch von Nandur, welcher über ihre Feuer wacht.


Die Menschen

Die Menschen wurden schließlich als letzte der drei großen Rassen erschaffen. Zuerst waren sie recht wild, lebten in Stammesgemeinschaften und zogen als Jäger durch die Lande. Doch schon bald lernten sie von den Zwergen und den Elfen, und sie begannen seßhaft zu werden. Doch als Volk waren sie immer noch uneinig. Zwar besiedelten sie schon nach kurzer Zeit fast ganz Ashnadar, doch fehlte ihnen ein Führer, der sie einen könnte. So bestimmten die Götter Ramhon, einen einfachen Recken mit dem Herz am rechten Fleck. Durch Stärke und Geschick einte er die Stämme und gründete ein Königreich, welches fast ganz Ashnadar umfaßte, und dessen erster König er wurde.
Die weitere Geschichte ist allgemein bekannt, und soll daher nur kurz erwähnt werden. Ramhon herrschte lange Jahre, und unter seiner Führung blühte das junge Reich auf. Nach seinem Tod im Jahre 107 (R.Z.) übernahm ein Rat der Weisen die Macht, und führte das Land viele Generationen lang gut und gerecht. Doch dann, im Jahre 1492 (R.Z.) wurde mit der Erschaffung der magischen Portale zu anderen Welten der Grundstein des großen Krieges gelegt.
1513 öffnete der neideskranke Fälestir das Tor nach Urgol und überzog die Welt so mit einem verheerenden Krieg. Nach fast 150 Jahren des Kämpfens und Sterbens waren Vorguls Horden schließlich besiegt und der Frieden wiederhergestellt. Doch die Einigkeit im Reich der Menschen war ebenfalls vorbei. Das Reich war geschwächt, weite Teile waren entvölkert und von schwarzer Magie durchtränkt und so begann Ramhonia zu zerfallen.
Niemand unternahm den Versuch die Ödlande, wie die Gebiete nördlich des Schattenwaldes von nun an genannt wurden, wieder für das Reich in Anspruch zu nehmen. Zu stark war der Einfluß des Bösen, nichts konnte sich lange der Präsenz der dunklen Magie entziehen und alle, die es versuchten endeten als Diener der Finsternis. Die Ödlande wurden aufgegeben und für besitzlos erklärt. Zwielichtige Gesellen und vom Gesetz verfolgte flüchteten sich dorthin und andere, weitaus bösere Seelen übernahmen die Kontrolle. Niemand weiß genau, wer hinter den Mauern von Brekau herrscht, doch aufrichtige Leute meiden diese Gegend wann immer sie nur können.
Auch die Ostlande, schon immer ein eigensinniger Teil des Reiches ging verloren. Während des Krieges war dieses Gebiet von Vorguls Truppen besetzt gewesen, entsprechend schwach war nun der Einfluß Ramhonias. Umso stärker war die Sippe der Keld geworden, ihre Streitmacht hatten sie lange Zeit im geheimen aufgebaut, und nun, als es an der Zeit war, die Ostlande einzunehmen hatte die Reichsgarde ihnen nicht viel entgegen zu setzen. Nach einigen kurzen und recht einseitigen Gefechten mussten sich die loyalen Truppen zurück ziehen und den Kriegsfürsten das Feld überlassen. Heute herrscht Keld der Jüngere mit eiserner Hand über das Land.
Nach außen isolierte er sein Land und ließ standhafte Mauern entlang der Grenze errichten, doch dürfte ihm der Sinn nicht nach Verteidigung sondern nach Eroberung stehen, und Ramhonia scheint ein verlockendes Ziel zu sein. Dem entsprechend ist die Lage zwischen beiden Reichen äußerst angespannt.
Nachdem sich die Ostlande aus dem Königreich herauslösen konnten ohne dafür einen hohen Preis bezahlen zu müssen, verspüren auch andere Fürstengeschlechter den Wunsch nach Autonomie. Als vorläufig letzte hat sich die Nordmark losgesagt. König Eric rief das Königreich Ölvfsenlaand aus, unterzeichnete aber etliche Friedensabkommen mit der Regierung in Ramhonia. König Carl III. Von Ramhonia hätte mit Sicherheit über die Mittel verfügt, die Nordmark mit Gewalt im Reich zu behalten, doch dieser unwirtliche Landstrich hat kaum wirtschaftlichen Nutzen und ist des öfteren Ziel von Angriffen der Dunkelelfen, so daß Carl die Unabhängigkeitsbestrebungen der Nordmänner recht gelegen kamen. So musste er keine unbequeme Provinz mehr unterstützen und konnte gleichzeitig seine Truppen an der Grenze zu den Ostlanden konzentrieren. Es ist davon auszugehen, daß andere Adlige mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen müssen, sollten sie versuchen ihr Land aus dem Reich herauszulösen.
Die Menschen verehren alle Götter, wobei es zum Teil starke regionale Unterschiede gibt. Während es in Ramhonia verboten ist Vorgul anzubeten wurden in anderen Teilen Ashnadars Tempel für ihn errichtet (dafür ehrt man dann oft Lisahl nicht gebührend). Menschen können jeglicher Gesinnung angehören.


Die Halbelfen

Hin und wieder kommt es zu Verbindungen zwischen Menschen und Elfen. Elfen fühlen sich hin und wieder von der Energie und dem Tatendrang der Menschen angezogen während Menschen von der Schönheit und Grazie der Elfen fasziniert sind. Die Kinder aus solchen Verbindungen nennt man Halbelfen, und sie haben es oft schwer ihren Platz in der Welt zu finden. Für manche Elfen sind sie nur Halbmenschen und nicht würdig in ihrer Gesellschaft zu leben und manche Menschen betrachten sie als Bastarde und verwehren ihnen ein Leben als Gleichgestellte. Nur wenige Halbelfen bleiben bei den Elfen, sie wachsen schnell heran und sind körperlich bereits erwachsen wenn sie (nach elfischen Maßstäben) noch Kinder sind, sie haben es somit schwer sich in ihren vergleichsweise kurzen Leben einen festen Platz unter den Elfen zu erarbeiten. Viele von ihnen findet man daher in menschlichen Siedlungen, die im allgemeinen offener und meist Schmelztiegel verschiedenster Rassen sind.

Äußerlich können Halbelfen sowohl wie Menschen als auch wie Elfen aussehen, meist haben sie etwas spitze Ohren und sind kräftiger als ihre elfischen Vorfahren. Halbelfen können bis zu 200 Jahre alt werden und tendieren eher zu einer chaotischen Gesinnung.


Die Halborks

Halborks kommen in den Grenzländern zwischen den Donnerbergen und den Ödlanden vor in denen zu Friedenszeiten ein feines Gleichgewicht zwischen den Orks in den Bergen und zum Teil wilden Barbarenstämmen in den Tiefländern und Sümpfen herrscht.
Das Verhalten eines Halborks hängt in starkem Maße davon ab, ob er bei seinen menschlichen oder orkischen Eltern aufgezogen wurde, die meisten sind jedoch wild und barbarisch und tendieren eher zu einer bösen Gesinnung.
Halborks sind ungeduldig und jähzornig, das Denken gehört nicht zu ihren Stärken. Aber sie sind stark und unbändig im Kampf, zäh und ausdauernd. Sie lieben die einfachen Vergnügungen wie Gesang und Kneipenschlägereien, gutes Bier und deftiges Essen.


Die Orks

In den unwirtlichen Landstrichen der Donnerberge haben die Orks ihre Heimat. Nur wenig weiß man über ihre Herkunft, doch in uralten Reliefen sieht man sie ihm Kampf mit den Talamar. Offenbar sind sie die ältesten und archaischten Bewohner Ashnadars. Anders als allgemein behauptet wird sind sie nicht die geistlosen Kreaturen des Bösen - oder zumindest, sie waren es nicht immer. Vorgul hatte großen Einfluss auf sie und die schwarze Magie zog sie auf die Seite des Bösen. Manche von ihnen haben sich nach dem Ende des Krieges davon erholen können, andere sind noch heute Vorguls treueste Diener.
Ihnen allen gemein ist ein kräftiger Körperbau und eine grünliche, bis grauliche Haut welche widerstandsfähig wie Leder ist. Alle Orks haben spitze Ohren und nur vier Finger und Zehen an jedem Glied. Sie hören weit besser als Menschen und sie vermögen noch bei geringstem Lichtschein gut zu sehen. Ihr Geruchssinn lässt sich wohl am ehesten mit dem der Wölfe vergleichen - durch und durch sind sie Geschöpfe der Wildnis.
Man unterscheidet drei Arten von Orks.
Die Gebirgsorks - sie sind mit bis zu vier Metern die größten und grobschlächtigsten unter ihnen. Man könnte sie als primitiv bezeichnen, sie jagen mit Waffen aus Stein und Knochen, sie sind die wahren Barbaren der Berge und die meisten von ihnen sind böser Gesinnung.
Die Orks des Nordens - mit bis zu drei Metern überragen sie jeden Menschen noch immer bei weitem. Sie sind ein Volk von Kriegern und Abenteurern. Im Norden Ashnadars leben sie mit den Menschen in Koexistenz, es bestehen sogar bedeutende Handelsbeziehungen zwischen den Stämmen und den freien Städten. Sie leben in festen Siedlungen oder als Nomaden, selbst in Städten verdingen sich manche von ihnen als Krieger oder Abenteurer.
Die Orks des Südens - Sie sind die kleinsten Vertreter der Orks. Nicht viel größer als zwei Meter werden sie, doch sind sie von kräftigerer Statur als die Menschen. Sie leben in den südlichen Donnerbergen und in den Hügelländern Ramhonias. Diese Orks sind hervorragende Fährtenleser und Kundschafter und nicht wenige von ihnen verdienen sich so ihren Lebensunterhalt. Auch wenn immer noch das feurige Blut der Barbaren durch ihre Adern strömt sind sie doch die kultiviertesten ihres Volkes, sie leben, oft in friedlicher Nachbarschaft zu den Menschen, in Dörfern und Städten im Norden Ramhonias und den Ausläufern der Berge.


Die Balathar

Die Balathar wurden von Balahr, dem Gott des Windes geschaffen, um Lisahl im Kampf gegen Vorgul zur Seite zu stehen. Die etwa zwei Meter hohen Geflügelten ähneln dem Äußeren der Menschen sehr, auch wenn sie schlanker und graziler sind als diese. Aus den Schulterblättern entspringen ihnen prächtige Schwingen mit langen Federn in den verschiedensten Farben. Sie erreichen Spannweiten von bis zu vier Metern und vermögen damit elegant durch die Lüfte zu fliegen (selbst, wenn sie einiges an Gewicht mit sich führen).
Die Balathar sind ein edles und großherziges Volk, neigen aber auch dazu die anderen Völker ein wenig von oben herab zu betrachten. Sie halten sich für das heilige Volk, die Auserwählten der Götter und deren Werkzeuge. Sie haben einen tiefen Sinn für die Künste der Musik und der Baukunst, welche sich vor allem in religiösem Schaffen ausdrückt. Die Gesellschaft der Balathar ist sehr gläubig, sie huldigen Balahr als ihren Schöpfer und Lisahl als ihre Anführerin und Gleichgesinnte im heiligen Krieg gegen die Horden der Finsternis.
Der Hohepriester des Balahr ist das religiöse und weltliche Oberhaupt, ihr Reich ein Gottesstaat. Das Volk ist strikt in Kasten unterteilt, welche sich an der Farbe des Gefieders widerspiegeln. Je heller und prächtiger die Flügel eines Balathars, desto größer ist sein Ansehen in der Gesellschaft und desto mehr Einfluß hat er. Der Aufstieg in eine andere Kaste ist so gut wie unmöglich, es soll aber schon Fälle gegeben haben, in denen der Hohepriester besonders begabten Balathar einen höheren Posten zugesprochen haben soll.
Die Kasten sind die folgenden:
Die Kascuhr - die unterste Kaste, ihre Angehörigen haben ein sehr dunkles, schmutzig-fleckiges Gefieder. Ihnen ist es nicht gestattet einen Beruf zu erlernen, die meisten arbeiten als Hilfskräfte oder Diener, andere verlassen die Gesellschaft und versuchen alleine ihr Glück.
Die Gomihr - die nächsthöhere Kaste, deren Angehörige schon als Mitglieder der Gesellschaft akzeptiert werden. Sie verbringen ihr Leben als niedere Angestellte, einfache Handwerker, Soldaten oder einfache Bettelmönche. Ihr Gefieder ist meist grau oder braun, wie bei wilden Greifvögeln.
Die Delohr - die Kaste der einfachen Mönche und der unteren Priesterränge, auch Händler, die unteren Befehlsränge des Heeres und Handwerker fallen in diese Kaste. Ihr Gefieder ist bräunlich-gelb bis hellgrau.
Die Bamehr - die Kaste der höheren Priester und der Befehlshaber der Streitkräfte. Auch Gelehrte und Berater des Hohepriesters können dieser Kaste angehören. Ihr Gefieder ist goldbelb bis weiß.
Die Wejahr - die oberste Kaste, aus der der Hohepriester bestimmt wird. Nur Wenige jeder Generationen gehören den Wejahr an. Ihr Gefieder ist Golden mit strahlendem Weiß oder Silber durchsetzt.
Die Angehörigen einer Kaste werden oft mit dem Namen der Kaste plus der Endung "a" für Frauen oder "o" für Männer benannt (also zB. Delohra oder Gomihro). Fremde stehen für gewöhnlich noch unter den Kascuhr, erst wenn sie sich die Anerkennung der Balathar verdienen können sie im öffentlichen Ansehen aufsteigen. Selten aber erreichen sie eine Stufe über den Delohr.


Die Halblinge

Halblinge siedeln in den südlichen Donnerbergen, in der Gegend von Reikfurt und Thal in kleinen Dörfern in Häusern, welche größtenteils unter der Erde liegen und führen ein eher ruhiges und beschauliches Leben. Den meisten sind ein warmes Essen und guter Tabak wichtiger als ein Leben als herumziehender Abenteurer. Dabei offenbaren sie als solche wertvolle Vorteile. Halblinge sind sehr geschickt mit ihren Händen und können sich flink und lautlos bewegen.
Sie sind nur etwa halb so groß wie Menschen, daher können sie sich gut verbergen und selbst durch dichtes Dickicht huschen. Halblinge sind darüber hinaus geübt im Umgang mit einfachen Steinschleudern und Pfeil und Bogen, mit der Magie hingegen haben sie es weniger. Viele von ihnen verdingen sich als Kundschafter oder Jäger, manche aber auch als Diebe oder Meuchelmörder, je nach Gesinnung. In manchen Clans und Familien ist der Abenteuerdrang besonders stark ausgeprägt und wird von einer großen Neugier angetrieben. Solche Halblinge zieht es schon früh in die Fremde um die große weite Welt zu erleben oder unsagbare Schätze zu finden.
Die meisten dieser Halblinge werden nicht sehr alt, doch andere können bis zu 150 Jahre im Schaukelstuhl sitzen und genüsslich Pfeife rauchen.

Die Gnome

Gnome sind neben den Halblingen das zweite kleine Volk auf Ashnadar. Auch sie leben am Rand und in den Donnerbergen, doch liegen ihre Siedlungen ähnlich wie die der Zwerge tief im Inneren des Gebirges. Gnome sind geborene Techniker und Alchimisten. Sie lieben es die bizarrsten Konstruktionen zu entwerfen, manchmal funktionieren sie sogar. Egal ob sinnvoll oder nicht, Gnome haben einen Drang alles am eigenen Leib herausfinden zu müssen. Sie mögen Witze und magische Spielereien und Tricks jeder Art. Daneben haben sie ein Faible für wertvolle Edelsteine und kunstvolle Maschinen.
Gnome kommen gut mit jedermann aus, auch, wenn sie meistens lieber unter sich bleiben. Äußerlich sehen sie wie Kinder aus, jedoch mit einem amüsiertem Funkeln in den Augen und einem Lachen, mit dem sie jedes Unbehagen überspielen können. Gnome können bis zu 500 Jahre alt werden.



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