Die Regionen

Das Königreich Ramhonia Die Ostlande Die Ödlande Die Nordmark (Ölvsenland) Ellyrium



Das Königreich Ramhonia

Die Stadt Ramhonia Dadûn Thal El-Haafi

Gegründet wurde das Reich im Jahre 4 vor Ramhonischer Zeitrechung (v.R.Z.) und ist somit das älteste noch bestehende menschliche Königreich Ashnadars.
In seinen Glanzzeiten umfasste das Königreich Ramhonia fast ganz Ashnadar - von der nördlichsten Spitze bis zur Küste östlich von Karamay, von Jamura bis zum Waldrand von Arwen. Es schloss die südlichen Donnerberge ebenso ein wie die Inseln südlich von Al-Kahar.
Das Ölvfsenland gehörte ab 18 R.Z. ebenfalls zum Reich, genoss aber schon immer starke Autonomierechte. Die Ölvfsen sind ein abweisendes, misstrauisches Volk unter der Führung starker Könige. Der Zusammenschluss beider Reiche brachte grossen Wohlstand für beide Seiten, doch war viel Verhandlungsgeschick und die Heirat König Ramhons und Erina, der Tochter des Ölvfsenkönigs Störuk 2., nötig um diese Einheit zustande zu bringen. Seitdem wird diese region auch die Nordmark genannt.
Im Jahre 1513 R.Z. überschritt die Entwicklung des Königreiches ihren Zenit. Mit der Öffnung des 13. Portals und dem Beginn des Grossen Krieges änderte sich alles. Zuerst fielen die nordöstlichen Marken, dann die Donnerberge und die Ostlande. Ölvfsenland konnte dem Ansturm standhalten, die wehrhaften Ölfvsen waren durch den ständigen Kampf gegen die marodierenden Dunkelelfen reich an Erfahrungen und geübt in der Verteidigung ihres Landes. Der dunkle Wall, den Vorgul errichten liess, schnitt quer durch das Königreich, mehr als ein Drittel des Landes war in Feindeshand.
In der dunkelsten Stunde des Kampfes standen die schwarzen Heere vor den Toren der weissen Stadt - Ramhonia - und hatten den Wald von Jamura beinahe erreicht. Erst als die Erde aufbrach und sich der Windberg emporreckte und die Götter die Balathar sandten wendete sich das Blatt.
Nach dem Ende des Krieges lag das Reich in Trümmern. Grosse Teile waren verwüstet - vom Kampf zerstört oder durch die schwarze Magie verödet - und der Rat der Weisen, der über 1000 Jahre weise regiert hatte war aufgelöst und in alle Winde verstreut. Dies war eine Zeit grosser Wirren und eines wilden Kampfes um die Macht.
Die nördlichen Marken, welche am stärksten unter Vorguls Einfluss gelitten hatten, wurden nun nur noch die Ödlande genannt - weite Teile waren unbewohnbar geworden und die verbliebenen Menschen von der schwarzen Magie korrumpiert.
Die Ostlande beanspruchten bald Autonomie und es gab niemanden der sie ihnen hätte verwehren können. Warlords riefen ihre Reiche aus und wurden von konkurrierenden Fürsten vernichtet. Das gesamte Reich drohte im Blutrausch zu vergehen.
Das Ölvfsenland sagte sich von Ramhonia los und befestigte seine Grenzen, so blieb es von den Wirren weitesgehend unberührt.

Fast 100 Jahre, von 1648 bis 1723 R.Z. wütete das Chaos bevor das Reich zur Ruhe kam. Es hatte zahlreiche Könige gegeben, die wenigsten von ihnen lebten lange genug um ihre Kinder aufwachsen zu sehen, erst der starke und energische Carl 1. konnte das Land befrieden, die Lords unter sich vereinen und so den Zerfall stoppen.
In der Folgezeit wurde mehrfach versucht die Ostlande zu annektieren, bisher jedoch ohne Erfolg. Das herrschende Fürstengeschlecht hatte genügend Zeit die Grenzen zu befestigen und die Armee zu rüsten. Heute bilden der Fluss Dadúin und der Schattenwald die nordöstliche Grenze des Reiches während der Wald von Arwen und die Grenzmauer der Ölvfsen den Abschluss nach Westen markieren.
Die südlichen Donnerberge sind nach wie vor Teil des Reiches und im Süden wird es durch die grosse See begrenzt. Zur Zeit herrscht König Carl 3. über Ramhonia. Man sagt er sei weise und gerecht, doch ob er auch stark genug ist um mit kommenden Bedrohungen umzugehen wird sich erst noch erweisen müssen.


Die Stadt Ramhonia

Dies ist die Hauptstadt des Reiches - und die wohl grösste und stolzeste Stadt ganz Ashnadars.
Im Jahre 12 v.R.Z. errichtete Ramhon an der Wegkreuzung zweier wichtiger Handelsrouten eine Festung - und verstärkte dadurch den bisherigen Marktplatz und die wenigen Häuser die seine Sippe hier unterhielt. Ein Wall aus Holz umgab die Feste und bot den Handelnden Schutz und Zuflucht.
Der junge Stammesführer regierte sein Gebiet von diesem Platz aus und vereinte die Clans und Familien unter seiner Führung. Je einflussreicher Ramhon wurde desto grösser ward auch die Anziehungskraft der jungen Siedlung - sie wuchs und prosperierte.
Als er im Jahre 4 v.R.Z. das Reich ausrief und sich zum König krönen liess tat er dies schon von den Zinnen eines prächtigen Palastes aus. In wenigen Jahren war der unbedeutende Marktflecken zur Hauptstadz herangewachsen. Andere Städte mochten grösser sein, doch hier liefen die Fäden der Macht zusammen.
Die Stadt wurde zum Symbol seiner Herrschaft und des Wohlstandes - prächtige Bauten zierten ihr Anlitz und eine Stadtmauer aus blendend weissem Stein wurde errichtet. Die schweren Blöcke wurden aus den Donnerbergen herbeigeschafft und da auch viele der prächtigsten Häuser aus diesem Material bestanden nannte man die Stadt schon bald "Die Weisse Stadt".
Der Frieden sorgte für grossen Wohlstand und die Stadt wuchs unaufhörlich. Innerhalb der Mauern war schon bald nicht mehr genügend Platz und die Bürger siedelten vor den Toren. Im Jahre 624 R.Z. wurde auf Beschluss des Rates eine zweite Stadtmauer errichtet welche dort verlief wo heute die mittlere Ringstrasse zu finden ist.
Über die Jahrhunderte wuchs die Stadt weiter. Immer wieder kam es zu Bränden in deren Folge weite Bereiche Ramhonias umgestaltet wurden - so begann man nach einem verheerenden Brand im Jahre 876 R.Z. mit dem Bau einer Kanalisation - dies war die erste ihrer Art in ganz Ashnadar. Der Strom der Zuwanderer war ungebrochen, die Stadt wuchs weit über ihre Grenzen hinaus, so dass im Jahre 1473 R.Z. abermals die Stadtgrenzen ausgeweitet wurden. Es wurde die heutige Mauer errichtet und die alte wurde entfernt. An ihre Stelle trat die mittlere Ringstrasse.
Vermutlich wird auch diese Mauer nicht alle Zeitalter überdauern, schon heute siedeln viele Bürger ausserhalb der schützenden Befestigung, vor allem Flüchtlinge aus dem Norden nähren derzeit den Strom von Zuwanderern - früher oder später werden sich die Stadtgrenzen erneut verschieben müssen.
Die Hauptstadt des Reiches lässt sich in 4 Bereiche unterteilen:

Das Regierungsviertel
Im Zentrum der Stadt befindet sich das sogenannte Regierungsviertel. Hier ist nicht nur der königliche Palast zu finden sondern auch die Anwesen der meisten bedeutenden Persönlichkeiten. Hier leben Minister, Berater und hohe Beamte - und natürlich die Königsfamilie.
Dies ist die ursprüngliche Altstadt, doch wurde sie im Laufe der Jahrhunderte mehrfach überbaut. Heute findet man hier moderne, grosszügige Villen und kunstvoll angelegte Gärten.
Begrenzt wird dieser Bereich von der alten Stadtmauer. Für die gewöhnlichen Bürger der Stadt ist es nicht einfach dieses Viertel zu betreten. Die Palastwache sorgt für Recht und Ordnung - ohne eine Anmeldung wird man nicht hineingelassen. Selbst die Stadtwache bleibt aussen vor - das regierungsviertel ist gewissermassen ein Staat im Staat. Von hier aus werden die Geschicke des Landes gelenkt, nicht jedoch die der Stadt.

Der innere Ring
Dieser Bereich umgibt das Regierungsviertel und wird nach Aussen von der mittleren Ringstrasse begrenzt. Hier finden sich vor allem die gehobenen Wohngebiete, die reicheren Kaufleute und exquisite Geschäfte. Es gibt Theater und auch die meisten Tempel sind in diesem Bereich untergebracht. Der so gebildete Gürtel um die historische Altstadt wird durch die 4 grossen Strassen in 4 Viertel geteilt.
Das Nordwestliche Viertel ist die Janosstadt, genannt nach dem ersten Stadtratsvorsitzenden Anton Janos.
An der dem Markt zugewandten Seite wohnen und handeln die bedeutensten Kaufleute der Stadt. Das markante Gebaude im Anschluss an diese Hauserzeile ist der Sitz des Stadtrates. Er besteht aus 11 Ratsmitgliedern und dem Ratsvorsitzenden und wird von Vertretern der wichtigsten Gilden, der Wache, Priestern und Magiern und von vermeindlich unparteiischen Bürgern gebildet. Der Rat wird alle 3 Jahre gewählt und ein Sitz in diesem Gremium verspricht grossen Einfluss. Dementsprechend hart umkämpft sind die Plätze. In mancher Hinsicht werden hier verbissenere Schlachten geschlagen als auf dem Feld des Krieges und ein Unbedachter kann sich leicht in einem Netzwerk von Intriegen verfangen.
Am anderen Ende von Janosstadt findet man das Theater und den kleinen Wayluntempel. Janosstadt ist das wohlhabenste der 4 Viertel, entsprechend gut bewacht wird es auch von der Wache.
Das Südwestliche Viertel ist der Stadtpark.Unübersehbar und monumental thront in seiner Mitte der Lisahl geweihte Tempel. Er gehört zu den grössten und schönsten Sakralbauten ganz Ashnadars. Umgeben wird der Tempel von einer Parkanlage welche ein Erholungsort für die Bürger der Stadt ist. In den Wohnblocks die den Stadtpark umgeben wohnen vor allem Geistliche und auch das Hospital findet man hier.
Das Südöstliche Viertel nennt man auch das Samirviertel, benannt nach dem heiligen Samir, dem Begründer der Balahr geweihten geistlichen Akademie.
Dieser grosse Gebaudekomplex dominiert das Viertel deutlich. In seinem Zentrum steht der Tempel Balahrs, darum sind die Wohn- und Lehrbauten angeordnet. Hier werden nicht nur Priester Balahrs ausgebildet, sondern auch eine Vielzahl anderer geistiger Disziplinen wie Philosophie oder die Dichtkunst gelehrt.
Die Bewohner des Samirviertels sind im Allgemeinen weniger wohlhabend als die der anderen Viertel des inneren Rings. Dies setzt sich auch im ausseren Ring fort - schon immer lebten im Südosten der Stadt die armsten der Bürger.
Das Nordöstliche Viertel schliesslich ist das Gildenviertel.
Die wichtigsten Gilden haben hier ihren Sitz, die Händler, die Handwerker, die Goldschmiede und die Akademiker. Andere Gilden sind in anderen Bereichen der Stadt ansässig, aber diese 4 sind die einflussreichsten. In diesem Viertel findet man überdies auch den Nandurtempel.
Zwischen Janosstadt und dem Gildenviertel liegt der grosse Markt. Hier werden täglich alle nur erdenkbaren Handelsgüter angepriesen. Alle zwei Monde findet ein grosser Markt statt zu dem die Händler selbst aus so fernen Orten wie Karamay, Günzburg oder Westerwiek anreisen. Dieses Ereignis hat einen fast volksfestartigen Charakter und wird ausgiebig zelebriert.

Der äußere Ring
Zwischen der mittleren Ringstrasse und der Stadtmauer erstreckt sich der äußere Ring. Weite Bereiche hiervon lassen sich zur unteren Mittelschicht zählen, die Gassen sind schmal und die Hauser klein - vor allem der östliche und südöstliche Teil sind hierbei zu nennen.
Erwähnenswert in diesem Teil der Stadt ist sicherlich die Akademie der Magier zu Ramhonia - das dominierende Gebaude im Nordwesten der Stadt. Die Akademie ist die alteste Einrichtung dieser Art in ganz Ashnadar. Schon seit 1253 R.Z. werden hier Magier, Scholaren und Gelehrter verschiedenster Disziplinen ausgebildet. Im Zuge der Stadterweiterung von 1473 R.Z. zog die Akademie in den ausseren Ring - die alten Gebaude wurden dem Zustrom von Lernwilligen nicht mehr gerecht. Heute ist die Akademie nicht nur eine Lehrinstitution sondern auch Sitz des Hohen Konzils der Magier - dem wichtigsten Gremium in magischen Angelegenheiten - und der Gilde der Magier. Der Einfluss der Akademie auf die Politik der Stadt und des ganzen Landes ist erheblich, mehrere Mitglieder des hohen Hauses sind im Stadtrat vertreten und Salatir, der Rektor der Akademie zählt zu den engsten Beratern des Königs.
Weiterhin sollte die Kaserne der Stadtwache im Süden der Stadt nicht unerwähnt bleiben. Hier wird aus jungen, unerfahrenen Burschen der Stahl geschmiedet der die Strassen dieser Stadt sicher macht. Die Wache ist notorisch unterbesetzt und klagt über eine schlechte Finanzierung. Dennoch macht sie ihre Arbeit gut, immerhin ist es nicht einfach in einer Stadt dieser Grösse und Bedeutung überall präsent zu sein. Es gibt Ecken in Ramhonia, in denen man Wachsoldaten meist vergeblich sucht, doch jeder, der nicht in der Lage ist auf sich Acht zu geben sollte diese Gebiete ohnehin meiden.

Der Bereich vor den Stadttoren
Über diesen Bereich der Stadt gibt es nicht viel zu sagen. Ramhonia lockt Viele an, manche kommen um Geschäfte zu machen, andere suchen ihr Glück und wieder andere haben genug vom Leben auf dem Land und wollen nun Stadtluftschnuppern.
Die meisten von ihnen enden hier. In der Stadt selbst ist kein Platz für sie, also lassen sie sich vor den Toren nieder. Von der Obrigkeit werden sie geduldet, doch wirklich ein Teil der Stadt sind sie nicht. Die Wache patroulliert nicht in diesem Bereich, es ist das Gebiet der Unterwelt, der Banden, der Gesetzlosen.

Doch das Wachstum der Stadt und vor allem der wachsende Reichtum verändern auch diese Viertel. Die Häuser werden stabiler, Strassen werden befestigt, früher oder später wird der Ruf nach mehr Sicherheit laut werden, wird man fordern die Stadtgrenzen neu zu ziehen. Und so wird es kommen, denn bisher hat Ramhonia noch immer vom Zustrom der Glücksritter und Tatkräftigen profitiert, sie haben diese Stadt zu dem gemacht was sie ist, eine Metropole.

Im Süden, direkt vor den Toren der Stadt ist der städtische Friedhof angesiedelt. Dies ist der einzige Bereich in dem die Wache wenigstens hin und wieder nach dem Rechten sieht.


Dadûn

Die Ursprünge der Stadt Dadûn liegen weit zurück. Lange bevor Ramhon das Reich einte siedelten hier bereits Bauern und Kaufleute die Handel mit den Zwergen des nahen Gebirges betrieben. Da dies unruhige Zeiten waren und es oft kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Kleinstaaten jener Region gab ist zu vermuten dass es schon damals eine Burg in Dadûn gegeben hat. Wahrscheinlich stand sie an der Stelle an der die Flüsse Gor und Thar zusammenfließen, auf einer erhöhten Position und an drei Seiten von Wasser umgeben.
Der Erzreichtum und der florierende Handel mit den Zwergen ließen die Siedlung rasch aufblühen und in Ramhons Reich wurde Dadûn zu einer der wichtigsten Städte im Norden. Nicht nur nach Ramhonia und Vlapesht gingen die Handelswege sondern auch über den großen Fluß Daduin bis weit über das Meer.
Mit dem Ausbruch des großen Krieges änderte sich die Situation schlagartig. Der Norden Ashnadars fiel rasch unter die Herrschaft Vorguls und die Front rückte unaufhaltsam gegen Dadûn vor.
In diesen Tagen wurde die Stadt stark befestigt, eine größere Burg wurde errichtet und drei massive Wälle umgaben Dadûn. Zwischen den nur schwer passierbaren Bergen und dem undurchdringbaren Schattenwald sowie den Sümpfen im Osten der Insel lag Dadûn mitten in der wahrscheinlichsten Stoßrichtung der gegnerischen Heere und die Stadt wurde für diesen Ansturm gerüstet.
In der Tat kam der Vormarsch zum Erliegen und dies wird allein den tapferen Verteidigern Dadûns zu Gute geschrieben.Doch schließlich hatte Vorgul seine Heere ausreichend verstärkt und als der schwarze Wall sich im Jahre 1646 R.Z. öffnete fiel Dadûn unter der Flut der Angreifer. Die Stadt wurde vollständig geschliffen und niedergebrannt denn sie war dem dunklen Herrscher ein Dorn im Fleisch gewesen.
Nach Ende des Krieges begann schließlich der Wiederaufbau. Man errichtete eine neue Festung auf den Grundmauern der alten und schon bald darauf wurde der Handel mit den Zwergen wieder aufgenommen. Doch der Norden Ashnadars war verödet und keine Karawane wagte sich mehr dorthin und so erlangte Dadûn nie wieder jene Bedeutung die es vor dem Krieg gehabt hatte.
Heute ist Dadûn die nördliche Grenzstadt des Reiches und ein Bollwerk gegen die marodierenden Horden von Orks und anderen wilden Wesen. Zwar wird noch Handel betrieben doch in recht bescheidenem Ausmaß, heute kommt Städten wie El-Rishadan und Al-Kahar im Süden mehr Bedeutung bei.
Haupteinnahmequellen sind vor allem geschmiedete Waren - nicht nur Waffen und Rüstungen von meisterlicher Qualität sondern auch Kunsthandwerk - und es gibt einen florierenden Markt für Söldner und Abenteurer welche von hier aus in die Ödlande aufbrechen um ihr Glück und großen Reichtum zu suchen oder angeheuert werden um die wenigen wagemutigen Händler sicher bis nach Vlapesht oder Brekau zu geleiten.

Geführt wird die Stadt von einem Rat dem neben dem königlichen Vertreter der Hauptmann der Stadtwache, ein Vertreter der Gilde der Schmiede, einer der Kaufmannsgilde, der oberste Priester der Stadt und je zwei Adlige und zwei Bürgerliche welche vom Volk gewählt werden. Dadûn genießt den Ruf eine liberale Stadt zu sein, Andersartige werden bereitwillig aufgenommen und neue Ideen finden hier eher Anklang als in anderen Städten des Reiches.

Die Flüsse Gor, Thar und Daduin teilen in die Stadt in drei Bereiche die sich recht deutlich voneinander unterscheiden. Im Westen erhebt sich auf einem Hügel die Burg welche von gut 20 Meter hohen Mauern umgeben ist.
An diesen Sitz des Stadtrates und der höchsten Beamten sowie einer ständigen Armeegarnision schließt sich das sogenannte Burgviertel an. Umgeben von einer weiteren Mauer findet man hier einen Marktplatz, die Gebäude der Stadtwache und die Wohnhäuser der wohlhabenderen Händler und Bürger. Auch die Gilden haben hier ihren Sitz und es gibt in und unter der Burgstadt große Lagerräume in denen Vorräte für viele Wochen lagern. In Zeiten der Gefahr zieht sich die Bevölkerung in diesen Teil der Stadt zurück da er am Besten zu verteidigen ist.
Das Burgviertel ist gegenüber dem Rest der Stadt auf leicht erhöhtem Grund errichtet worden und wird daher auch die Oberstadt genannt.

Im Süden der Unterstadt befindet sich der große Markt und der überwiegende Teil des Hafens. Hier lebt die Mittelschicht der Stadt - die meisten Händler und Handwerker sind hier ansässig. Direkt am Hafen gibt es einen kleinen Tempel der Waylun geweiht ist und in dem die Seeleute um den Segen der Götter bitten bevor sie zu ihren Fahrten aufbrechen.

Im Norden der Unterstadt ist der große Tempel der Stadt zu finden. Anders als in anderesn Städten wurden nicht mehrere Tempel sondern nur ein einziger errichtet in dem allen Göttern (mit Ausnahme Vorguls) gehuldigt wird. Es gibt für jede Gottheit eine eigene Kapelle doch in regelmäßigen Abständen finden auch Andachten allen Göttern zu Ehren statt. Die größte Verehrung wir Lisahl zu Teil, war sie es doch die die Stadt von Vorguls Herrschaft befreite.
Im Norden leben aber auch die ärmeren Bürger, in kleinen Quartieren, engen, dunklen Gassen und nicht alle Geschäfte die hier getätigt werden wären dem Rat oder gar den Göttern genehm.


Thal

Am Fuße des heiligen Berges, des Kar-Kuruk, schmiegt sich das kleine Städchen Thal an die Berghänge.
Die Ursprünge der Siedlung reichen in die Zeiten zurück, als die Menschheit in viele Stämme zersplittert war die um die Vorherrschaft Ashnadars Krieg führten. Schon in jenen Tagen, lange bevor Ramhon geboren wurde, hatten Gläubige auf dem Gipfel des Berges einen großen Tempelkomplex errichtet. Der Legende nach war es dieser Berg von dem die Götter in das ewige Firnament aufgestiegen waren, kein anderer Ort Ashnadars hat für die Menschheit eine solche religiöse Bedeutung.
Zum Schutz der Tempel und Priester wurde schon früh eine wehrhafte Burg am Fuße des Berges errichtet - in einem engen Tal von dem aus sich ein schmaler, steiniger Pfad emporwindet, dem einzigen Weg auf den Gipfel.
Fromme Bauern siedelten in den fruchtbaren Ebenen östlich des Berges und im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich um die Burg herum eine kleine Stadt, deren Bewohner vor allem von dem Ackerbau und den vielen Pilgern lebten.
Oft war das Städtchen Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen, zuletzt im großen Krieg, als Vorguls Heere die Tempelanlagen zerstörten und die Stadt vollständig niederbrannten.
Seit dem Ende des großen Krieges hat Thal seine Stellung als religiöses Zentrum der Insel wiedererlangen können, auch wenn die Stadt politisch und wirtschaftlich nicht mit Dadun oder Ramhonia konkurrieren kann. Nur ein kleiner Teil der Siedlung, nahe der Burg, ist von einer Mauer umgeben und trägt städtische Züge. Dominiert wird dieser Bereich von der kleinen Festung in welcher die Fürsten im Namen des Königs residieren und die Geschicke des Lehens lenken. Beherbergungs- und Gastwirtschaftsgewerbe sind die wichtigsten Wirtschaftszweige der eigentlichen Stadt - Jahr für Jahr zieht es große Pilgerströme zum heiligen Berg und mit ihnen fließt ein Strom von Goldmünzen in das Stadtsäckel.
Der weitaus größere Teil Thals jedoch liegt außerhalb der Stadtmauern und besteht aus weit verstreuten Gehöften. Die hier lebenden Bauern sorgen nicht nur für das leibliche Wohl der vielen Priester auf dem Berg - selbst in Ramhonia schätzt man ihrer Erzeugnisse. Vor allem der Obst- und Weinbau ist es der die Region bis über die Grenzen der Insel bekannt macht - Thaler Apfelwein ist ein edles Getränk und wird mit Gold aufgewogen. Alljährlich findet auf dem Thaler Marktplatz nach der Zeit der Ernte ein großer Apfelmarkt statt auf dem gehandelt und gefeilscht wird - viele Kaufleute, von Karamay bis Westerwiek füllen dann die Straßen des Städtchens und sorgen für eine volksfestähnliche Atmosphäre.


El-Haafi

El-Haafi, die Verrufene, die Verheißungsvolle, Stadt der Spieler und Gauner, und einmal im Jahr Schauplatz eines der größten und buntesten Spektakel auf ganz Ashnadar - den Ruhmestagen.
Für einen ganzen Zehnttag wandelt sich das schäbige, abgeschiedene Piratennest in das Zentrum der Welt, so sehen es zumindest die Veranstalter. Hunderte von Abenteuerlustigen, Händlern und Gauklern, Neugierigen und Ruhmeshungrigen pilgern dann auf die kleine Insel im Süden Ashnadars und den Spielen beizuwohnen, oder am Rande ein gutes Geschäft zu tätigen.
Für jeden ist etwas dabei - natürlich gibt es Waffen- und Faustkampfveranstaltungen (bis hin zu einer finalen Massenschlägerei am Hafen welche sich noch um offizielle Anerkennung bemüht, doch auch Magierwettstreite, Artistik- und Akrobatik-, Koch- und Gesangswettbewerbe locken mit interessanten Preisen.
In jeder Kategorie wird ein Champion gekürt welcher für ein volles Jahr besondere Privilegien genießt und darüber hinaus erhalten die Sieger kostbare Artefakte aus fernen Ländern, denn El-Haafi ist für viele Expeditionen und Schatzsucher der erste Hafen auf dem Heimweg, entsprechend groß ist das Angebot überaus wertvoller Relikte.
Um das Halbrund der geschützten Bucht stehen, dicht an dicht gedrängt, niedrige, weiß getünchte Häuser mit den typischen, flachen Dächern des Südens, das Ufer ist nicht befestigt, sanft rollen die Wellen auf dem Kiesstrand aus, eine Fischerboote liegen am Ufer.
Zur Rechten erhebt sich das Kastell, die alte Festung aus jenen Tagen, als das Königreich Ramhonia noch seine herrschende Hand über dieses Eiland gehalten hatte, heute hat der Kapitänsrat dort seinen Sitz.
Zur Linken befindet sich eine kurze Kaimauer, die einzige befestigte Anlegestelle im Hafen.
Hinter einem größeren Gebäude welches den Abschluss der Kaimauer bildet und offenbar als Kontor genutzt wird ragt die imposante Kuppel eines Tempels empor. Dies scheint das zentrale Heiligtum der Stadt zu sein und seine Bauart erinnert entfernt an jene Tempel, welche in El-Rishadan und Al-Katar zu finden sind. Neben der hohen Kuppel streckt sich ein schlanker Turm in die Höhe in dessen Spitze ein Glockenwerk ruht.
Vom Hafenbecken aus steigt das Gelände erst leicht, dann immer stärker an, man kann enge, verwinkelte Gassen und gedrungene Häuser erkennen, und über den Dächern der Stadt thronend, das ovale Gebäude der großen Arena, dem Schauplatz der Ruhmestage.

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Die Ostlande

Karamay Kurgan Harban Magadan Schattenwald Bleichwassersumpf

Die Ostlande erstrecken sich von den westlichsten Ausläufern des Schattenwaldes bis zum großen Meer im Osten Ashnadars. Im Norden wird diese Region von dem großen Strom, dem Daduin begrenzt und im Süden trennt ein Festungswall die Ostlande von dem Königreich Ramhonia.
An einer kalten Meeresströmung gelegen, ist dies ein meist kühler und feuchter Landstrich. Die Böden sind sumpfig und oft hängen schwere Nebelschwaden über den Feldern auf den weiten Ebenen. Und doch wurde dieses Gebiet schon früh von Menschen besiedelt. Zu den Zeiten, als die Menschen begannen Ashnadar zu besiedeln, waren die Elfen noch sehr viel weiter verbreitet, sie hatten sogar im Schattenwald einige Siedlungen, so dass die Menschen in das freie Gebiet nach Osten auswichen. Erst, als das karge Land nicht mehr alle Bewohner ernähren konnte begann die beispiellose Ausbreitung der Menschheit.
Die Menschen, die noch heute hier siedeln sind rau und kalt wie das Land. Es ist nicht so, dass sie nicht gastfreundlich wären, doch der tägliche Kampf ums Überleben lastet schwer auf ihren gebeugten Schultern. Mit den Menschen die anderswo leben haben sie nur wenig gemein. So verwundert es auch kaum, dass die Ostlande in der Zeit des großen Krieges sehr schnell an den dunklen Herrscher fielen. Ein mächtiger schwarzer Wall schnitt die Ostlande zu Zeiten des Krieges vom Rest Ashnadars ab. Noch heute kann man Reste dieser Mauer betrachten, denn Keld ließ auf seinen Überesten seinen Festungswall errichten. Nach dem Ende des großen Krieges herrschte große Verwirrung, die alte Ordnung war zerstört, das Reich der Menschheit lag geschwächt danieder. Viele Fürsten nutzten diese Gelegenheit, um ihre Gebiete vom Reich loszulösen. In den Ostlanden war es ein Clan von vier Brüdern, die sich zu Herrschern empor schwangen. Rasch wurden die Grenzen durch Burgen und Festungen verstärkt (die ehemals kleinen Dörfer Harban und Anshan wurden umfangreich befestigt und die Festung Magadan wurde gänzlich neu errichtet), die Grenzen im Norden und Westen bedurften keiner großen Sicherung.
Niemand, der bei Sinnen ist, geht freiwillig durch die Bleichwassersümpfe, und auch der Schattenwald hatte sich unter dem Einfluss der schwarzen Magie Vorguls verändert. Man munkelt von erwachten, bösartigen Baumwesen und Elfen mit schwarzen Herzen. Handelskarawanen durchqueren diesen Wald mittlerweile nur noch mit schwerer Eskorte, doch auch das ist keine Garantie für eine sichere Passage. Daher vermeiden viele Händler diesen weg und verschiffen ihre Waren lieber auf dem Seeweg nach Karamay.
Keld, der jüngste der vier Brüder, die Anno 1648 R.Z. Die Macht übernommen hatten, scheint heute, mehr als 200 Jahre später, noch immer der amtierende Herrscher zu sein. Man sagt er sei mit den dunklen Mächten im Bunde und habe so sein Leben weit über die natürliche Spanne hinaus verlängern können. Unter seiner starken Hand ist das land zweifelsohne aufgeblüht, wenn auch auf Kosten der geknechteten Bevölkerung. Hohe Abgaben und strenge Gesetzgebung erleichtern den Bauern die die Masse der Bevölkerung bilden nicht unbedingt das Leben. Angst und Misstrauen bestimmen den Alltag auf dem Lande. Nur hinter vorgehaltener Hand spricht man über den Herrscher, welcher sich unlängst zum König aufschwang.
Unter Keld wurde die Verehrung Vorguls nicht nur erlaubt sondern fast schon erwünscht, Keld selbst machte nie einen Hehl daraus, dass er ein Anhänger des dunklen Lords ist.
Bestimmt wird das Land von den beiden großen Städten - Karamay und Kurgan - welche wie zwei ungleiche Brüder gemeinsam das Gespann Keld's Kriegswagen ziehen.


Karamay

Diese Stadt ist das Juwel der Ostlande. Eine florierende Metropole mit ungefähr 3000 Einwohnern, Zentrum des Handels, pulsierendes Herz der Region. Schiffe aus der gesamten bekannten Welt laufen diesen Hafen an, um exotische Güter, Schmuck und Gewürze anzuliefern, und Holz, Waffen und Erze aufzukaufen. Hier findet man Alles und Jeden. Händler Karamays rühmen sich damit, dass es nichts gäbe, was sie nicht besorgen könnten. Dies trifft auch auf alle anderen denkbaren Dienste zu. Egal ob weltliche Freuden oder fähige Meuchelmörder, hier wird man sicher fündig.
Regiert wird die Stadt von einem Stadthalter im Namen Kelds. Zur Zeit trägt Anton Hofman die Würde und Bürde dieses Amtes, ein untersetzter Mann höheren Alters, ein Kaufmann, welcher es zu beachtlichem Reichtum und Einfluss gebracht hat. Auch wenn sein Äußeres vielleicht Schwäche suggerieren mag, so sollte man ihn nicht unterschätzen. Alleine die Tatsache, dass er das Amt des Stadthalters schon viele Jahre ausübt und sich gegen zahllose Konkurrenten durchsetzen konnte spricht für ihn. Er ist Keld treu ergeben, doch er wäre kein erfolgreicher Geschäftsmann, wenn er auf nur ein Pferd setzen würde, er ist clever und skrupellos, ein Gewissen scheint er nicht zu haben und an Moralvorstellungen hält er sich nur solange, wie es ihm Profit verspricht. Unter ihm hat sich Karamay prächtig entwickelt.
Der Handel, vor allem mit exotischen Gütern, blühte förmlich auf und auch die Kriminalität wurde unter seiner Führung eingedämmt. Dies sind wohl die Gründe dafür, dass er im Volk ein hohes Ansehen genießt obwohl er mit großer Strenge regiert.
Neben dem Stadthalter ist die Handelsgilde die einflussreichste Instanz der Stadt. Sie bestimmt wer in Karamay Geschäfte machen darf und mit wem, nichts entgeht ihren zahllosen wachsamen Augen und der größte Teil der Häuser rund um den Hafen und den Markt ist in ihrem Besitz. Vorsitzender der Handelsgilde ist Thomas de Gruyter, ein Protegé Hofmans, manche munkeln auch, er wäre letztlich nur Hofmans Marionette um die Gilde kontrollieren zu können, wahrscheinlicher ist aber wohl, dass die Beiden als Partner paktieren um die Stadt unter sich aufzuteilen.
Die dritte Instanz innerhalb Karamays ist die Stadtwache, die "Drachen von Karamay". Sie wird von Hauptmann Burtarg geführt und untersteht offiziell dem Kommando des Stadthalters. Es ist jedoch allgemein bekannt, dass sie ebenso direkt Keld untersteht, um den Stadthalter im Auge zu behalten und dafür zu sorgen, dass er seinem König treu dient. Die Truppe ist nicht sehr groß und zählt in Friedenszeiten vielleicht 50 Mann, doch sie sind gut ausgebildet und sorgen in den meisten Stadtvierteln für Recht und Ordnung.
Für Reisende, und derer gibt es viele, hat Karamay viel zu bieten. Entlang des Hafenpiers reihen sich Schenken, Tavernen und Gasthäuser dicht an dicht aneinander, so manche dieser Lokale bieten neben Wein und Ale auch noch eher fleischlichere Genüsse feil und ein einfacher Seemann kann sehr leicht innerhalb weniger Stunden den ganzen Lohn einer Überfahrt auf diese Weise umsetzen. Es heißt in Karamay gäbe es die schönsten Frauen der ganzen Welt, was durchaus stimmen könnte, aus allen Teilen der bekannten Welt bringen die Handelsschiffe neben Gewürzen, Edelsteinen und Stoffen auch immer wieder junge Frauen mit, in den dunkeln Hinterstuben der Hafenstrasse gibt es wohl kein Bedürfnis welches nicht gestillt werden könnte, kein Wunsch bleibt unerfüllt, natürlich nur gegen klingende Münze.
Wem der Sinn eher nach gepflegter Unterhaltung bei Bier und Gesang steht, dem sei die Herberge "Zum Anker" empfohlen, eine gemütliche Seefahrerkneipe, mit deftigem Essen, ebenso deftigen Liedern und einer kleinen Schlägerei hin und wieder.
Die Händler und Geschäftsleute wiederum treffen sich lieber in der Schänke "Der Goldene Krug", direkt am Marktplatz, hier wird sich nicht geprügelt und auch gesungen wird weit weniger (des Abends spielt ein Barde auf, doch das Mitsingen der Lieder wird nicht so gern gesehen). Es kostet zwar mehr, dafür ist man jedoch unter sich und kann in aller Ruhe wichtige Geschäfte tätigen und Ränke schmieden.
Wer es mit dem Tageslicht nicht so hat und auch gern den Kontakt mit der Stadtwache vermeidet, möge sich im Westen der Stadt umsehen. Dies ist das Armenviertel der Stadt. Enge, unübersichtliche Gassen und kleinste Häuser mit vernagelten Fenstern. Oft wird man an den Haustüren, wenn überhaupt, mit vorgehaltenem Dolch empfangen. Hier regiert nicht der Stadthalter und auch die stolzen "Drachen von Karamay" meiden dieses Gebiet. Hier herrscht die Diebesgilde und ihr Wort ist Gesetz. Niemand wo sie ihr Hauptquartier haben, aber es wird gemunkelt, dass es tief unter der Stadt uralte Katakomben geben soll, noch aus der Zeit des großen Krieges, ein weit verzweigtes Netz, durch welches man unbemerkt zu jedem Ort innerhalb der Stadtmauern gelangen könne, vielleicht sogar darüber hinaus.
Doch dies sind nur Gerüchte und Legenden, denn niemand hat bisher einen Eingang in dieses Tunnelsystem entdeckt oder auch nur danach gesucht, zumindest ist darüber nichts bekannt. In diesem Teil der Stadt hat die Dunkelheit viel Augen und wenn man sich hierher verirrt, sollte man besser keine gute Kleidung tragen, nicht nur wegen dem Dreck und den Abfällen, die hier zum Teil kniehoch in den Gassen liegen, sondern vor allem weil man in solcher Aufmachung vermutlicher schneller ein Messer im Rücken hat, als dass man "Wache!" rufen kann. An der Grenze zu diesem Gebiet Karamays befindet sich die Taverne "Zur Grauen Ratte", ein raues Pflaster mit schlechtem Essen und noch schlechterem Bier, doch weder Speis noch Trank sind die Gründe für den allabendlich gefüllten Schankraum.
Die "Ratte" ist DIE Adresse in Karamay, um Kontakt zur Unterwelt aufzunehmen.
Wenn man sich die Kundschaft einmal bei Tage besehen würde, wäre man vermutlich überrascht, wie viele feine Herrschaften hier ein- und ausgehen, auf der Suche nach guten Spionen, Dieben, Leibwächtern und Meuchelmördern. Jüngsten Gerüchten zu Folge hat ein junger Emporkömmling die Taverne kürzlich erworben und in "Moryana Falya" umbenannt. Bisher hatte man noch nie etwas von ihm gehört und es bleibt abzuwarten, ob sein Glück von Dauer ist, denn nach wie vor gilt hier der Grundsatz: "Spiele das Spiel der Gilde, oder spiel gar kein Spiel!"
Karamay ist ein schillerndes Kaleidoskop, ein Schmelztiegel von Kulturen, Rassen und Gesellschaftsschichten. Ohne diese Stadt wären die Ostlande nicht lebensfähig, und dass wissen die Bewohner Karamays auch ziemlich genau. Sie sind stolz auf ihre Stadt, für sie ist sie die heimliche Hauptstadt der Ostlande.


Kurgan

Kurgan hingegen ist das militärische Zentrum der Ostlande. Obwohl die Stadt ebenfalls über einen großen Handelshafen verfügt und etwa 2500 Einwohner hat, zieht diese Stadt, aufgrund ihrer abgelegeneren Lage, weniger profitable Geschäfte an. Vor allem der Handel mit den Städten weiter im Norden wird über Kurgan abgewickelt, diesem kommt aber kaum wirtschaftliche Bedeutung zu. Vielmehr rühmt sich Kurgan die Schmiede der Ostlande zu sein, sowohl Waffen und Rüstungen, als auch Menschen werden hier in erstklassige Form gebracht.
Hier rekrutiert Keld seine Truppen und baut seine Heere auf, welche zum einen das Land in eisernem Griff halten und sein Wort durchsetzen und zum anderen immer wieder Ramhonia bedrohen und säbelrasselnd Vorstöße in ramhonisches Gebiet wagen. Keld ist sich natürlich der wirtschaftlichen Bedeutung Karamays bewusst, doch diese Stadt ist auch sehr verletzlich, zu nah ist der Feind, zu leicht ließe sich die Wirtschaft durch eine Handelsblockade lahm legen. Deshalb wurde Kurgan im großen Maßstab ausgebaut, zu einer fähigen Handelsstadt und einer starken Festung. Die Stadt steht unter strenger militärischer Kontrolle. Baron Ruckenoff, der Kommandant aller in Kurgan stationierten Truppen und der Ausbildungskaserne ist zugleich auch der Stadthalter. Er vereint alle Macht auf seine Person und ist damit faktisch Alleinherrscher über die Stadt, lediglich seinem König Rechenschaft schuldig.
Dass er diese Position inne hat mag auch etwas damit zu tun haben, dass er entfernt mit Keld verwandt ist, aber hauptsächlich hat er sich durch sein strategisches Geschick verdient gemacht, was natürlich nichts darüber aussagt wie kompetent er bei der Führung einer Stadt ist. In der Tat sind viele Händler recht unzufrieden mit ihrem Stadtoberhaupt, Einfuhrbeschränkungen, strenge Frachtkontrollen und horrende Zölle beleben den Handel nicht gerade, doch davon will der Baron nichts wissen, für ihn hat die Sicherheit des "stählernen Herzen der Ostlande" oberste Priorität, letztlich ist die Stadt für ihn nur Quartier für seine Truppen und Rohstofflager für das Heer. Entsprechend schröpft er auch die Umgebung der Stadt, im Grunde steht die ganze Region unter Kriegsrecht, eine Situation, unter der die Bewohner schwer zu leiden haben.
Für Besucher ist Kurgan recht unspektakulär, die Handelsschiffe liefern hauptsächlich Eisenerz, Holz und andere Rohstoffe für die militärische Produktion (die Zölle auf diese Güter sind am niedrigsten). Es gibt etliche Herbergen und Tavernen und regelmäßig wird ein Markt abgehalten, aber alles in allem wirkt diese Stadt ziemlich freudlos. Unablässlich ziehen Militärpatroullien durch die Strassen und wenn es dunkel wirkt die Stadt wie ausgestorben. Es gibt faktisch kaum Kriminalität und keine Wiederholungstäter, denn schon auf kleinste Vergehen steht die Todesstrafe.


Harban

Harban ist die nördlichste der drei Grenzsiedlungen der Ostlande.
Schon vor dem großen Krieg lebten und arbeiteten hier Holzfäller und Wilderer, welche sich von dem, was sie dem Schattenwald abringen konnten, ernährten. Doch ihre Zahl blieb stets klein denn das Leben am Rande des Waldes war nicht ungefährlich, wilde Tiere und feindlich gesinnte Elfen waren dabei noch die harmloseren Bedrohungen, der Wald selbst schien sich gegen das Eindringen der Siedler zu wehren.
Und so blieb Harban lange Zeit nichts als eine unbedeutende Ansammlung jämmerlicher Hütten mitten im Nirgendwo – in macherlei Hinsicht hat sich daran bis heute nichts geändert.
Die Zeit nach dem großen Krieg brachte Wirren und weitere Kämpfe nach Ashnadar welche schließlich zur Abspaltung der Ostlande führten. Das durch zahlreichen Konflikte und die Frage der Ratsnachfolge geschwächte Königreich Ramhonia nahm diese Seperation jedoch nicht ohne Widerstand hin – für viele Jahre herrschte Krieg zwischen beiden Ländern und die Gebiete südlich des Schattenwaldes wurden erneut zum Schauplatz der Auseinandersetzungen.
Ramhonia konnte die abtrünnigen Gebiete nicht ins Reich zurückzwingen und die Ostlande errichteten den großen Wall, die beeindruckende Befestigungsanlage, welche von Harban über Magadan bis nach Anshan, an die Küste der Schlangengründe führt. Über 40 Kilometer lang ist die bis zu 10 Meter hohe und 3 Meter dicke Mauer, mit Wehrtürmen und ausgebauten Stellungen für Speerschleudern und Katapulte auf ganzer Länge bestückt – dies macht diese Grenze zu einer der bestgesicherten auf ganz Ashnadar.

Harban selbst bildet den nördlichen Abschluss der Verteidigungsanlagen und ist heute wenig mehr als eine Militärgarnision. Die Gebäude der Armee dominieren sowohl das Aussehen der Siedlung (der mächtige Turm ist schon von Weitem sichtbar) als auch das Leben darin. Neben dem Handwerk der Holzfäller und den wenigen Handwerkern und Jägern verdienen die Bewohner ihr täglich Brot hauptsächlich durch das Geschäft mit der Armee – Händler, Tavernen, Bauern, Waffenschmiede und Rüstungsmacher – sie alle sind von den hier stationierten Truppen abhängig.
Andererseits ist die Nachfrage auch nicht groß genug um die Wirtschaft florieren zu lassen, Harban ist viel eher ein Dorf als eine Stadt. Etwa 350 Seelen (davon 100 Soldaten) leben hier, es gibt keine befestigten Straßen und nur einen kleinen Tempel welcher Alas geweiht ist und nach einem heftigen Regenguss ähnelt die Siedlung eher einer Schlammgrube als einer Stadt der Ostlande. Einmal im Monat wird ein kleiner Markt abgehalten zu dem Händler aus Isentor und Karamay anreisen, dies ist der Höhepunkt des öffentlichen Lebens in Harban.
Verwaltet wird Harban von dem amtierenden Garnisionskommandeur dem auch die Gerichtsbarkeit untersteht.
Das Tor, welches die Ostlande mit dem Königreich Ramhonia verbindet ist tagsüber geöffnet und solange keine anderen Befehle vorliegen kann die Grenze von jedermann passiert werden – nach einer gründlichen Kontrolle und der Entrichtung der Zollgebühren, welche 10% des mitgeführten Warenwertes betragen.
Reisende finden in der Herberge „Zum alten Baumstumpf” Unterkunft und deftiges Essen (im Schankraum steht noch der Stumpf eines mächtigen Baumes, daher der Name), zu finden ist das Gasthaus gleich neben dem Tor, gegenüber der Garnision.

Magadan

Magadan ist heute die bedeutendste der drei Grenzwallsiedlungen, doch nur wenig erinnert an den Glanz fernerer Tage, welcher ungleich größer war als der heutige Schimmer.
Händler errichteten hier in den Anfangstagen des Ramhonischen Reiches einen Marktflecken und eine Herberge - Boten und Kaufleute unterbrachen hier ihre Reise nach Karamay oder Ramhonia um zu rasten oder die Pferde zu tauschen. Rasch entwickelte die Siedlung einen bescheidenen Wohlstand und wurde zur Stadt erhoben.
Einen großen Aufschwung erlebte Magadan später durch das Wohlwollen des gesegneten Palitus, einem hohen Geistlichen, welcher mehrere Tempel stiftete und die Stadt zu einem religiösen Zentrum werden ließ. Vor dem großen Krieg hatte sich Magadan zur 7. wichtigsten Stadt des Reiches entwickelt (nach Ramhonia, El-Rishadan, Dadun, Westerwiek, Karamay und Brekau) und mehrere Tempelschulen und die theologische Akademie hatten hier ihren Sitz.
Die folgenden Jahrhunderte meinten es jedoch nicht gut mit der Stadt - die Kriegszerstörungen waren so massiv, dass die Stadt von den Karten der Insel verschwand - ein weites Trümmerfeld.
Nachdem das Reich zerfiel und die Region zur umkämpften Grenze wurde verzichtete man auf einen Wiederaufbau. Lediglich einer der Tempel konnte wieder errichtet werden.
Noch immer führte die alte Handelsstraße an dieser Stelle um den Schattenwald herum so dass bei der Grenzziehung und dem Bau des großen Walls ganz bewusst an dieser Stelle ein Durchgang geschaffen wurde. Neben den obligatorischen Verteidigungsanlagen und dem Sitz des Regionalkommandeurs war es wiederum der Handel welcher das Wachstum der neugegründeten Siedlung beschleunigte. Vor allem die Zollgebühren (10% des Warenwertes) füllen heute den Geldbeutel und ließen Magadan erneut zu einer kleinen Stadt werden. Neben den Handelswaren aus Isentor und Ramhonia sind es in der näheren Umgebung produzierte Agrarwaren - vor allem Getreide für die hungrigen Mäuler in Karamay und Ramhonia die hier gehandelt werden.


Der Schattenwald

Dieser Wald schließlich bildet die Grenze der Ostlande nach Westen. Früher einmal, lange vor dem großen Krieg war er nicht so düster und bedrohlich wie er es heute ist. Es war ein heller und lichter Wald, sehr ähnlich dem von Arwen, und ebenso wie dort lebten hier viele Elfen. Der Weg durch den Wald war sicher und viele Händler nutzten ihn.
Als sich jedoch der große Schatten über das Land senkte veränderte sich der Wald. Die Elfen verließen den Wald und die Bäume, welche nicht so einfach vor dem dunklen Herrscher fliehen konnten, wurden der schwarzen Magie ausgesetzt. Der Wald wurde dunkler und dichter und seltsame Wesen fanden hier ihre Heimat.
Nach dem Krieg wurde der schwarze Wall zerstört und der Weg durch den Wald wieder passierbar, doch das Böse und Dunkle sitzt tief in diesem Wald und Händler meiden wenn möglich diese Route oder nutzen sie nur mit starkem Begleitschutz. Es gibt Gerüchte darüber, dass eine der alten Burgen, welche während des Krieges errichtet worden waren, seit einiger Zeit wieder besetzt sein soll. Wenn die Gerüchte stimmen, so nutzen die Dunkelelfen die Ruine nun für ihre Beutezüge entlang der Handelsroute.
Andere Reisende berichteten von mysteriösen Gestalten, welche ihnen in großer Not zu Hilfe kamen und Angriffe auf Handelskarawanen vereitelten. Möglicherweise sind auch einige Waldelfen in den Schattenwald zurückgekehrt.


Der Bleichwassersumpf

Nördlich der Handelsstraße, welche die Ostlande mit Thal verbinden, erstreckt sich das größte Feuchtgebiet der Insel, die Bleichwassersümpfe. Sie bedecken fast die Hälfte der Ostlande und reichen fast bis an die Stadt Kurgan herran. Der Sumpf ist ein Ergebnis der faulen Magie Vorguls, wo heute trübes Wasser in kleinen Tümpeln steht und Schwärme von Insekten über jeden Reisenden herfallen war vor dem Krieg fruchtbares Ackerland und mehrere Siedlungen, die am großen Strom aufgereiht waren wie Perlen an einer Schnur. Die meisten von ihnen sind für immer versunken und kein Zeugnis ist von ihnen geblieben. Doch nahe der Mündung des Flusses findet man, halb überwuchert von den Pflanzen des Sumpfes, die Ruinen der Stadt Taladun. In den Tagen bevor Karamay und Kurgan ihre heutige Bedeutung erlangten, in den fernen Tagen vor der Gründung Ramhonias, war diese Stadt das Zentrum des Ostens und keine konnte es an Größe und Einfluß mit ihr aufnehmen. In ihren Ruinen hat man Artefakte von größter Macht und feinste Kunstschätze aus weit entfernten Regionen der Welt gefunden und dies ist nur ein fahler Abglanz der einstigen Größe Taladuns.
Es ist nicht überliefert was das rasche Ende der Stadt herbeigeführt hat, doch schon lange bevor der Sumpf Besitz vom Flußdelta ergriff waren ihre Ruinen von ichtem Wald überwuchert. Niemand vermag zu sagen welche Schätze noch in den Ruinen verborgen sind denn nur wenige wagen sich so tief in sie hinein. Die wenigen, die die Sümpfe lebend verlassen haben berichten von dne Geistern der einstigen Bewohner, welche noch immer in ihren verfallenen Häusern hausen und ihr einstiges Hab und Gut bewachen. Sie sollen seltsam real, fast physisch gewesen sein und manche seien sogar ganz gewöhnlichen Tätigkeiten nachgegangen, es wurde von einem Geisterschmied berichtet welcher die Hufe ebenso geisterhafter Pferde beschlug und auch von einem ganzen Marktplatz voll von diesen seltsamen Geistererscheinungen wurde berichtet. Die Gelehrten können nur vermuten dass Magie in irgendeiner Form zum Untergang der Stadt geführt haben muss und ihre Bewohner davon abhält die letzte Ruhe zu finden.


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Die Ödlande

"Einst waren dies fruchtbare Landstriche und Kornfelder erstreckten sich von Dadun bis Vlapesht. Ein florierender Handel mit den Zwergen, bis nach Ramhonia und selbst über das Meer hatten die Mark reich gemacht, doch das schien inzwischen Ewigkeiten zurück zu liegen. Ödes, verdorrtes Land erstreckte sich so weit das Auge blicken konnte. Schwere, schwarze Wolken hingen tief über dem Land und aus Spalten und Gruben im Boden stiegen beißende Dämpfe auf. Das Land selbst schien zum Feind geworden zu sein, unwirtlich, lebensfeindlich. Und doch gab es Leben hier, kümmerliche Sträucher, verkrüppelte Bäume fristeten ihr Dasein, mit Dornen bewehrt und zwischen Steine geduckt. Und auch wenn die Reisenden keine Tiere oder andere Kreaturen sahen, so ruhten doch viele Augenpaare auf ihnen. Wilde Wesen, scheu und doch blutrünstig, hielten sich verborgen, zogen das Dunkel der Nacht dem Zwielicht des Tages vor. Aasvögel kreisten dicht unter den Wolken, immer auf der Suche nach verendender Beute. Und ständig lauerte die Gefahr einem Trupp Orks zu begegnen, welche von Norden kommend in die Schlacht zogen."
Kahel Mor, der Geschichtenerzähler

In der Zeit vor dem großen Krieg muss es ein gutes Land mit bescheidenem Wohlstand gewesen sein. Vlapesht und Brekau, die beiden großen Städte, rangen miteinander um die Gunst der Provinzhauptstadt, und Adelsfamilien, deren Geschichte bis zu den Anfängen des Menschengeschlechts zurückreichten lenkten die Geschicke des Landes. Der Feldbau und der Handel mit den Zwergen des Gebirges, das waren die Geschäfte der als Ackermark bekannten Region. Doch ausser historischen Schilderungen in den Geschichtsbüchern und den Erzählungen einiger alter Zwerge ist kaum etwas geblieben.
Dunkle Magie und böser Wille nahmen Besitz von diesem Land und von den Qualen des großen Krieges hat es sich nie ganz erholt.Das Land verödete, verdörrte oder versumpfte, Krankheiten rafften die dahin die nicht dem Ansturm der Horden des Bösen zum Opfer fielen. Und wer all dies überlebte geriet rasch in den Verdacht mit den bösen Mächten im Bunde zu sein - oft genug zurecht.

Heute sind die Ödlande nicht sehr dicht besiedelt, der Krieg hat viele Leben gekostet und nur wenige sind mutig oder verrückt genug sich hier anzusiedeln. Verlassene Ruinen und verwilderte Felder prägen das Bild des Landes, und auch wenn die Mächte des Bösen aus der Mark vertrieben wurden, ganz frei von der schwarzen Magie wird dieses Land wohl nie sein. Ramhonia erhebt keinen Anspruch mehr auf seine einstige Provinz, doch schon mehrmals wurden von Dadun aus Truppen in die Ödnis gesandt, um Häretiker und Nekromanten, gefallene Priester und Untote von den Grenzen des Reiches fernzuhalten.
Entsprechend groß ist das Misstrauen und die Feindseeligkeit, welche die Bewohner der Ödlande den Anhängern der Regierung entgegenbringen, denn die Kräfte der Inquisition urteilen hier schnell und hart.

Vlapesht und Brekau sind auch heute die Zentren des Landes und haben den Krieg erstaunlich gut überstanden. Gerüchten zufolge sollen die beiden großen Adelsfamilien einen raschen Frieden mit Vorgul geschlossen haben um der Vernichtung zu entgehen. Sie dienten ihm als treue Vasallen und verbreiteten seine Lehren. Im Gegenzug hat er sie zu mächtigen Dienern seiner Sache gemacht, um den Preis des Fluches des Blutes. Und so werden immer wieder blutleere Leichen aufgefunden und die Toten ruhen nie sehr lange in ihrer Erde, so sagt man, doch Beweise konnten bisher noch keine gesammelt werden und mehrere Versuche der Adligen habhaft zu werden scheiterten.

Trotz der Ödnis und Leere des Landes - oder gerade deswegen - zieht es die verschiedensten Wesen hierhin. Abenteuerer und Schatzjäger suchen in den Ruinen einstiger Städte und auf den Schlachtfeldern der Vergangenheit nach wertvollen Artefaken und Ruhm, Priester und Missionare versuchen das Volk auf den Pfad des Lichtes zurückzuführen während Kopfgeldjäger und Exorzisten bemüht sind ihre Vorstellungen von Recht und Ordnung durchzusetzen. Und schließlich all jene, die anderswo keinen Platz in der Gesellschaft finden - Gesetzlose, Verbrecher, Freibeuter, Leute, die lieber keinen Kontakt zu bestimmten Authoritäten haben, Freigeister die sich nicht der rigiden Ordnung Ramhonias unterwerfen wollen, Verstoßene und Diskriminierte - sie alle finden hier ihr Heim, und so mancher auch den Tod.

Die Ödlande sind rauh und gefährlich und wer den Fürsten folgt wird es als das freieste Land Ashnadars kennen lernen - ohne feste Regeln, ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in jedem nur denkbaren Sinne.
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Die Nordmark (Ölvsenland)

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Ellyrium

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